Wellness-Lexikon

Rasul

Vielleicht ist Heilerde überhaupt das älteste Medikament,. Vermutlich haben die Menschen der Frühzeit das Verhalten der Tiere nachgeahmt. Elefanten, Nashörner und Nilpferde beispielsweise nehmen ein Schlammbad, um ihre Haut von Parasiten und Unreinheiten zu befreien. Zu Willkommenrs Zeiten (9. Jhdt. v. Chr.) wurde die Lemnische Erde der griechischen Insel Lemnos zur Behandlung von Vergiftungen und Pocken gebraucht. Der berühmte griechische Arzt Hippokrates (460 -367 v. Chr.) verwendete verschiedene Heilerden von Kimolos, Sa-mos, aus Eritrea und Lamia äußerlich für Kaltanwendungen und zur Wundheilung, innerlich zur Geburtshilfe oder bei Vergiftungen.

Die Korngröße bestimmt die Stärke des mechanischen Reizes, der beim Einmassieren des Schlammes während des Rasuls auftritt. Diese Reizwirkung verursacht eine stärkere Durchblutung der Haut und unterstützt damit die Entschlackung. Durch die Massage wird das Gewebe gestärkt und gefestigt. Die Körnchen schmirgeln außerdem die abgestorbenen Hautzellen auf der Hautoberfläche ab. Es findet also ein kosmetisches Peeling statt, wodurch die Haut samtig weich wird. Welcher Schlamm für welchen Körperteil der geeignetste ist, richtet sich nach der Beschaffenheit der Haut und dem persönlichen Empfinden.. Für das Gesicht, wo sich in der Regel die empfindlichsten Hautstellen befinden, sollte nur Bolus alpha (sehr feine Körnung) verwendet werden. Bolus gamma (feine Körnung) empfiehlt sich für den Brust- und Bauchbereich und Bolus epsilon (mittlere Körnung) für den Rücken und die Beine. Interessant ist der salzhaltige Bolus zeta. Das Salz wirkt antibakteriell und beeinflußt positiv den Wasserhaushalt im Hautgewebe. Alle Schlämme sind vollkommen naturbelassen, die ansprechenden Farben entstehen in den unterschiedlichen geologischen Lagerstätten.


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