Geschichte
Antike
Ausgedehnte Thermen-Anlagen (thermos: warm,), sind aus der Römerzeit bekannt. Sie wurden von Männern und Frauen getrennt genutzt. Die Wannenbadräume der Stabianer Thermen von Pompeji, aus dem 2. Jahrhundert v. Chr, vermitteln eine Vorstellung vom Aussehen der ältesten römischen Badeeinrichtungen; sie bestehen aus: dem Apodyterium (Umkleideraum), dem Caldarium (Warmwasserbad) mit der muldenförmigen Badewanne (Alveus) und einem saunaähnlichen Luftschwitzbad (Laconicum), dem Tepidarium (einem lauwarmen Übergangsraum), dem Frigidarium(Kaltwasserbad) mit der Piscina (kaltes Wasserbassin) und einem Schwimmbecken (Natatio). Die Heizung erfolgte über eine Art Unterbodenheizsystem (lateinisch: Hypocaustum, von griechisch hypo: darunter; kauson: Heißluft), bei dem heiße Luft in einen Hohlraum unter dem zu heizenden Raum geleitet wurde. Die Fußböden waren häufig mit prächtigen Mosaik-Bildern geschmückt, die Wände mit farbigem Marmor verkleidet. Das benötigte Wasser wurde teilweise über riesige Entfernungen durch Aquädukte herangeführt, wie in Köln oder der Kaisertherme in Trier. Aber auch bei den germanischen Völkern hatte es Badehäuser gegeben.
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