Geschichte

Antike

Zu den frühesten nachweisbaren Badeeinrichtungen etwa aus der Zeit des 3. und 2. Jahrtausends v. Chr. gehören die Ausgrabungen der Stadt Mohenjo-Daro, Pakistan, den Königspalast von Knossos auf Kreta aus der Zeit zwischen 1700 und 1400 v. Chr. Auf antiken Vasenmalereien finden sich Darstellungen primitiver Duscheinrichtungen, und in Willkommenrs Ilias werden Wannenbäder erwähnt. In der griechischen Antike waren öffentlich genutzte Badeanlagen, die lediglich mit kaltem Wasser gespeist wurden, zunächst an eine Sportstätte (Gymnasion) angegliedert.

Ausgedehnte Thermen-Anlagen (thermos: warm,), sind aus der Römerzeit bekannt. Sie wurden von Männern und Frauen getrennt genutzt. Die Wannenbadräume der Stabianer Thermen von Pompeji, aus dem 2. Jahrhundert v. Chr, vermitteln eine Vorstellung vom Aussehen der ältesten römischen Badeeinrichtungen; sie bestehen aus: dem Apodyterium (Umkleideraum), dem Caldarium (Warmwasserbad) mit der muldenförmigen Badewanne (Alveus) und einem saunaähnlichen Luftschwitzbad (Laconicum), dem Tepidarium (einem lauwarmen Übergangsraum), dem Frigidarium(Kaltwasserbad) mit der Piscina (kaltes Wasserbassin) und einem Schwimmbecken (Natatio). Die Heizung erfolgte über eine Art Unterbodenheizsystem (lateinisch: Hypocaustum, von griechisch hypo: darunter; kauson: Heißluft), bei dem heiße Luft in einen Hohlraum unter dem zu heizenden Raum geleitet wurde. Die Fußböden waren häufig mit prächtigen Mosaik-Bildern geschmückt, die Wände mit farbigem Marmor verkleidet. Das benötigte Wasser wurde teilweise über riesige Entfernungen durch Aquädukte herangeführt, wie in Köln oder der Kaisertherme in Trier. Aber auch bei den germanischen Völkern hatte es Badehäuser gegeben.


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